Große Resonanz beim diesjährigen Pilgerführer-Treffen – Leitwort 2027: „Geht und bringt Frieden!“ vorgestellt

Starke Resonanz fand einmal mehr das diesjährige Pilgerführertreffen in der Wallfahrtsstadt. Und: Es ist zu beobachten, dass sich bei der einen und anderen Pilgergruppe auch ein Generationenwechsel vollzogen hat. Ein gutes Zeichen für die Arbeit der Pilgergruppen und -vereine vor Ort. Denn: Ohne diese Basisarbeit können, die oftmals über Jahrhunderte und -zehnte hinaus entstandenen Wallfahrergruppen, nicht weitergeführt und weiterentwickelt werden.

Schon zu Beginn machte der Wallfahrtsrektor Pater Josef Bregula OFMConv deutlich, dass dieses Treffen auch ein wesentlicher Bestandteil der Vorbereitungen für die Pilgergruppen sei. Man müsse die Dinge reflektieren und dort wo es notwendig ist auch versuchen zu optimieren. "Gleichzeitig ist es aber auch eine Wertschätzung für unseren Wallfahrtsort, dass so viele Vertreter der Fuß- und Buspilgergruppen zu dieser Tagung zum Heiligen Blut nach Walldün angereist sind", betonte der Franziskaner-Pater.

Nach dem Eröffnungsgottesdienst in der Basilika traf man sich dann zum Gedankenaustausch im katholischen Gemeindezentrum. Und die Vielzahl der Wortmeldungen machte einmal mehr deutlich, dass die Pilgerführer mit Herz und Seele ihre ehrenamtliche Aufgabe wahrnehmen und sie viele Überlegungen umtreibt, wie man die jährliche Wallfahrt gut vorbereiten und sicher ans Ziel führen kann.
Streckenführung, sanitätsdienstliche Versorgung unterwegs und auch vor Ort in Walldürn wurden thematisiert. Ebenso standen Überlegungen an, den Termin der eigenen Wallfahrtstage aus den Pfingstferien zu verschieben um neue Pilger zu gewinnen. Es wurde intensiv und begeistert diskutiert und man spürte, dass die Verantwortlichen schon voll in den Planungen für 2027 stecken. Auch mit Lob und Dank an die Wallfahrtsleitung wurde nicht gespart. 
Bürgermeister Meikel Dörr nahm sich für das Treffen ebenfalls die Zeit und stand Rede und Antwort. Übernachtungsmöglichkeiten, Parkflächen und Toilettenanlagen sind schon seit Jahren ein Dauerthema und zu diesen Themen konnte das Stadtoberhaupt positive Rückmeldungen geben. Das neue "Aushängeschild", die fertiggestellte Tourist-Information sowie die Generalsanierung des Stadt- und Wallfahrtsmuseums, sei abgeschlossen und die Pilger können sich gerade hier im kommenden Jahr, nahe an der Basilika, informieren und verweilen. "Die Infrastruktur dort bietet alle Möglichkeiten für einen angenehmen Aufenthalt", so Dörr.
Der Schwerpunkt nach der Mittagspause lag wie immer auf der inhaltlichen Ausrichtung des Leitworts für das kommende Pilgerjahr. "Wenn wir heute auf die Hauptwallfahrtszeit 2027 schauen, dann möchten wir nicht einfach nur ein schönes Motto auswählen. Wir möchten ein Leitwort finden, das in unsere Zeit hineinspricht, dass unseren Glauben stärkt und das den Menschen, die nach Walldürn kommen, etwas mit auf den Weg gibt", eröffnete Pater Josef den zweiten Teil der Zusammenkunft. 
Was bewegt die Menschen? Was beschäftigt die Kirche – in Rom, in unserem Erzbistum und hier bei uns vor Ort? Welche geistlichen Impulse können wir den Pilgerinnen und Pilgern mitgeben? Und was brauchen die Menschen gerade heute besonders? Mit diesen Fragen sei man in die Überlegungen gegangen und so verkündete der Wallfahrtsleiter das Leitwort für 2027: „Geht und bringt Frieden!“ Diese Botschaft orientiere sich am Auftrag Jesu an seine Jünger im Lukas-Evangelium 10,5 wo es heißt: „Wenn ihr in ein Haus kommt, so sagt als Erstes: Friede diesem Haus!“
"Wir erleben eine Zeit, in der Frieden keineswegs selbstverständlich ist. Kriege, Gewalt, Hass, Streit und Unsicherheit beschäftigen uns weltweit und gerade deshalb wollen wir mit diesem Leitwort ein Zeichen setzen, das auch sehr gut zu unserer franziskanischen Spiritualität passt", so der Wallfahrtsleiter abschließend. 
Im Folgenden ging Pater Robert Rogoza nochmals inhaltlich auf die Bibelstelle ein und beleuchtete in seinen Ausführungen vor allem den Begriff des Friedens. In einer Reihe weiterer Bibelstellen, in denen der Friede eine Rolle spielt bekamen die Pilgergruppen von ihm eine Handreichung für ihre eigene Vorbereitung ihrer Wallfahrt. Auch wird es wieder ein Pilgergebet für 2027 geben, dass dem Heiligen Franziskus zugeschrieben wird: "Herr mache mich zu einem Werkzeug deines Friedens."
Mit einer kurzen Andacht in der Wallfahrtsbasilika und dem abschließenden Besuch am geöffneten Blutaltar endete die Pilgertagung mit vielen Informationen, der Freude des Wiedersehens und der Hoffnung auf eine schöne Wallfahrt im kommenden Jahr.